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Digitale Verzögerung: Warum die Nachbarn bei der EM eher jubeln als man selbst

Der Jubel gehört zur Fußball-EM, wie der Eifelturm zu Frankreich. Manchmal passiert es allerdings, dass die Nachbarn einen Stock tiefer schon früher jubeln als man selbst. Während Müller den Ball vielleicht gerade einmal zugeflankt bekommt, hört man aus der Nachbarwohnung schon lautstarken Torjubel – doch wie kann das sein?

Dazu muss man einen Blick auf die Technik werfen, die hinter dem Ganzen steckt. Bei der ARD laufen beispielsweise alle Signale der dazugehörigen Sender über die Zentrale Sendeabwicklung (ZSAW) in Frankfurt. Bei ihr handelt es sich um den so genannten „zeitlichen Nullpunkt“, ab hier ist also „Realtime“ angesagt, was das Fernsehprogramm angeht.

Von hier aus schlägt unser Signal verschiedene Übertragungswege ein. Ob Satellit, Kabel, DVB-T und neuerdings auch IPTV – also Internetfernsehen -, alles geht von hier aus. – Und wer jubelt nun zuerst? Hier hat das gute alte Satellitenfernsehen die Nase vorn, dem auch insgesamt 48% der Bundesbürger vertrauen. Mit 2,8 Sekunden ist es dem HD-Sat-Signal, welches 3,6 Sekunden braucht sogar noch etwas voraus. Das liegt aber daran, dass das hochauflösende Signal erst aufwendig über einen Encoder aufbereitet werden muss und mehr Aufwand bedeutet auch eine längere Übertragungsdauer. Das Kabelfernsehen währenddessen schneidet mit 3,07 Sekunden ebenfalls etwas schlechter ab als Sat-TV. Allerdings wird zukünftig nur das digitale Kabel-Signal erhalten bleiben. Das analoge Kabel-Fernsehen soll in den ersten Bundesländern im nächsten Jahr komplett abgeschaltet werden. Am längsten allerdings benötigt das DVB-T-Signal, welches gerne in Städten genutzt wird. Wer über DVB-T guckt, der sieht den Ball erst 5,6 Sekunden später als Echtzeit die Torlinie überqueren.

Allgemeingültige Aussagen zu treffen ist jedoch schwer, denn diese Angaben gelten nur für die Programme der ARD und den Anbieter Unitymedia. Aber mal ehrlich: Ist es nicht eh viel schöner, wenn man gemeinsam vor einem Fernseher jubelt?

Ist MEGA wirklich so mega? – Der Online-Speicher auf dem Prüfstand

Unter den Online-Speicher-Anbietern herrscht ein erbitterter Kampf um die Marktanteile. Einer unter den vielen möchte sich jetzt aus der grauen Masse hervorheben und zwar mit einem offenbar entscheidenden Wettbewerbsvorteil – dem Speicherplatz. Während Google und Amazon nur jeweils 5 GB – Dropbox gar nur 2 GB – in der freien Variante bieten und manche Online-Speicher in der Vollversion gar komplett kostenpflichtig sind sticht MEGA mit unglaublichen 50GB Speicherplatz hervor – und zwar for free! Verlockend nicht wahr? Das denken sich offenbar viele Nutzer und wechseln von den Marktführern zu dem doch recht kleinen Anbieter.

So verlockend die 50 GB freier Speicherplatz auch sein mögen – Ein Haken kann nicht weit entfernt sein. Und den findet man auch, wenn man nur danach sucht. Die Domain MEGA wurde nämlich 2013 einst von dem umstrittenen Internetunternehmer Kim Dotcom ins Leben gerufen. Dotcom musste sich davor wegen Urheberrechtsverletzungen im großen Stil verantworten. Er soll unter anderem als Geschäftsführer des als illegal geltenden Streaming-Portals „Megaupload“ gelten. Zum Online-Speicher MEGA zeigt er sich mittlerweile selbst distanziert. Die Firma solle durch die Übernahme durch einen chinesischen Investor erheblich gelitten haben.

Das klingt meiner Meinung nach schon alles nicht sehr vertrauenswürdig, doch das ist nicht das Ende der Fahnenstange. Im Prinzip gilt MEGA nämlich durch die Verschlüsselung mit einem RSA-Kryptosystem als sicher, da die Daten somit nicht durch das Unternehmen selbst oder Dritte eingesehen werden können. Doch Vorsicht – wer sich die AGBs sorgfältig durchliest, bei dem sollten insbesondere bei einem Satz die Alarmglocken schrillen: Laut den Geschäftsbedingungen werden „Kommunikations-Protokolle, IP-Adressen, Verkehrsdaten und Informationen zur Website-Nutzung“  sowie „persönliche Informationen in hochgeladenen Daten“ abgespeichert. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Daten an „autorisierte Wiederverkäufer und Diensteanbieter“ weiterverkauft werden, heißt es seitens MEGA.

Also Leute – lasst euch nicht durch verlockende Angebote blenden. Wichtig sind Fakten, sonst sind eure Daten irgendwann da, wo sie nicht sein sollten. Genau deshalb ist ein verschlüsselter Online Speicher aus Deutschland bspw. eine gute Alternative.

Hier mal ein guter Bericht über den Gründer von MEGA:

Die Litfaß-Säule als Fels in der digitalen Brandung

Jeder kennt sie, für viele ist sie Kult und einige sind sicherlich schon mit ihrem Smartphone in der Hand gegen sie gelaufen – Die Litfaßsäule. Das runde, meist mehr als 3 Meter hohe Konstrukt wurde nun am heutigen Tage vor genau 200 Jahren von Ernst Theodor Amandus Litfaß erfunden und aufgestellt.

 

Litfaß war angeblich über das wilde Plakatieren in Berlin brüskiert, was ihn dazu veranlasste eine Methode zu entwickeln, die dem Werbe-Anarchismus ein Ende setzte. Es entstand eine Anschlagssäule, die zu Ehren seiner Person bis heute seinen Namen trägt.

Doch müsste dieses in die Jahre gekommene Medium in Zeiten der Digitalisierung nicht längst aus dem Stadtbild verschwunden sein? Haben nicht „MegaLight-Poster“ eine viel höhere Reichweite als eine 200 Jahre alte horizontale Röhre?

Das mag zwar stimmen, allerdings ist die Litfaßsäule wohl immer noch die günstigste Variante für kleine Firmen und Veranstaltungen zu werben. Nicht jeder kann sich eine Werbetafel am Times-Sqaure leisten. Außerdem lässt sich die Litfaß-Säule als alter Hase nicht so schnell aus dem Out-of-Home-Business vetreiben und nutzt die digitale Konkurrenz sogar zu ihrem Vorteil aus. Das mag jetzt ganz schön paradox klingen, aber ein 200 Jahre altes Medium, wie die Litfaß-Säule profitiert sogar von der Digitalisierung. Menschen sind durch Smartphones, mobiles Internet und WLAN an jeder Ecke viel mobiler geworden und gehen dementsprechend vermehrt nach draußen, des bedeutet auch, dass die gute alte Litfaß-Säule wieder von viel mehr Menschen gesehen wird. Nicht nur das – sie passt sich sogar an ihre Nachfolger an. Mittlerweile finden sich nämlich auf etlichen Litfaß-Säulen QR-Codes wieder, die mit dem Smartphone eingescannt werden können. Auf diese Weise entkommt sie wohl dem Werbe-Friedhof und mal ehrlich – in unseren Herzen hat sie doch schon lange einen Platz sicher.

 

 

Blüht uns eine virtuelle Realität?

Dass so manche Firmen der IT- und Elektronikbranche an Gadgets arbeiten, die unser Leben künftig umkrempeln, ist kein Geheimnis mehr – doch was wird uns die Zukunft noch bringen? Ich gebe euch in diesem Beitrag mal einen kleinen Vorgeschmack darauf, was uns in Sachen „virtueller Realität“ noch alles so bevorsteht.

Smartphones waren ja schon für den einen oder anderen schwer zu begreifende Geräte -„Mini-PCs für die Hosentasche? Was soll ich damit?“ – hat sich so manch einer gedacht und geglaubt, sowas würde sich niemals durchsetzen. Heutzutage gehört das Smartphone allerdings zum Alltag dazu, so wie die Enten in den Stadtpark.

Brillen, die einen in eine virtuelle Welt versetzen, wie die „Oculus Rift“, könnten eine blühende Zukunft vor sich haben. Das bestätigt z.B. Goldman Sachs und beziffert den Markt für virtuelle Brillen bis zum Jahr 2025 auf 110 Millarden Dollar. Die „Oculus Rift“, die mittlerweile vom Facebook-Konzern finanziert wird, ist aber nicht das einzige Produkt in dem Segment. HTC hat zum Beispiel aus einer Kooperation mit dem Gaming-Riesen Valve die „Vive“ entwickelt. Sie soll in Sachen Bildqualität mehr bieten können als besagter Konkurrent, allerdings ist sie auch mit 1500 Euro auf keinen Fall ein Schnäppchen. Sonys VR-Modell hingegen schon. Mit um die 400 Euro könnte sie mit einem echten Kampfpreis auf den Markt drängen- Sie hat allerdings den Nachteil, dass sie nur mit der firmeneigenen Playstation-Konsole kompatibel ist.

Eins steht jedenfalls fest- die Zukunft wird virtueller als sich das so mancher von euch erträumen lässt. Das folgende Video gibt euch mal einen ersten Vorgeschmack darauf.